Der Schwitzanzug

Beim Schwitzanzug handelt es sich um einen Ganzkörperanzug aus nicht atmungsaktiven Materialien. Dadurch staut sich die Hitze unter dem Anzug, wodurch der Körper schneller schwitzt. Rein zum abnehmen ist dieser Anzug nicht geeignet. Kurzzeitig verliert man zwar mehr Gewicht, dabei handelt es sich aber nur um Wasser, welches sofort wieder aufgenommen wird, wenn man etwas trinkt.

Der Schwitzanzug kann trainingsunterstütztend wirken, wird er regelmäßig verwendet, ist jedoch keine Garantie für eine bessere Fettverbrennung, da diese nicht durch Hitze verursacht wird, sondern durch ein Stresshormon namens Noradrenalin. Auch wenn die Hersteller etwas anderes versprechen. „Durch das Schwitzen wird den Fettzellen Wasser entzogen […]“ Das stimmt zwar so, jedoch wird das Wasser wieder den Fettzellen zugeführt, wenn man etwas trinkt. Der Tallienumfang kann zwar nach dem Training 1 oder gar 2 Zentimeter geringer sein, dieser Erfolg ist jedoch nicht von Dauer gekrönt.

Wozu also der Schwitzanzug. Das dieser keinen Effekt hat, stimmt natürlich auch nicht. Man sollte nur wissen, wofür er eingesetzt werden kann. Will man Wasser verlieren, ist der Schwitzanzug natürlich eine gute Methode. Das ist vor allem bei Frauen gewollt, da das Unterhautfettgewebe besonders viel Wasser speichert. Deshalb haben Frauen Cellulite an Po und Oberschenkeln. Durch das starke Schwitzen können die Dellen sichtbar vermindert werden. Jedoch muss regelmäßig geschwitzt werden, denn das Wasser wird immer wieder gespeichert.

Natürlich bietet sich der Schwitzanzug auch bei Wettkämpfen an. Sozusagen als „Warmhalter. In der Vorbereitung muss die Körpertemperatur erhöht werden. In der Zeit zwischen Vorbereitung und Wettkampf sinkt diese Temperatur wieder, weshalb der Athlet nicht mehr die optimale Leistung erzielen kann. Der Schwitzanzug hilft die Temperatur in dieser Zeit konstant zu halten.